Mal einen auf Handwerker gemacht

Ich habe letzte Woche ein kleines Outdoor-Standl für meine Nichte gebaut. Ehrlich gesagt, es war ein echtes Abenteuer, aber die Freude in ihren Augen hat alles wettgemacht. Ich hab‘ einfach ein paar alte Paletten und Kisten zusammengesucht und ein wenig improvisiert. Das Ergebnis war dieses charmante kleine Standl, wo man Eis, Nudeln und Überraschungseier „kaufen“ kann – alles natürlich rein imaginär.

Als ich ein Kind war, haben wir Stunden damit verbracht, im Garten oder im Hof zu spielen. Wir hatten keine Smartphones oder Tablets, sondern haben unsere Fantasie benutzt. Ich erinnere mich noch gut daran, wie wir „Laden“ gespielt haben. Wir haben aus alten Kartons und Tüchern unsere eigenen kleinen Geschäfte gebaut. Manchmal war ich der Verkäufer, manchmal der Kunde. Es war so einfach, und trotzdem hatten wir die beste Zeit unseres Lebens.

Heute ist es leider anders. Wenn ich sehe, wie viel Zeit Kinder heutzutage vor Bildschirmen verbringen, werde ich ein bisschen wehmütig. Natürlich, die Technik hat auch ihre Vorteile (ich würde nur ungern auf den WW Kurier verzichten, der immer super Artikel bringt), aber ich glaube, dass sie die Fantasie der Kinder einschränkt. Meine Nichte, zum Beispiel, verbringt oft Stunden mit ihrem Tablet. Als ich ihr von der Idee erzählte, ein Standl zu bauen, war sie zuerst skeptisch. Aber als wir einmal angefangen hatten, war sie voll dabei. Sie hat die kleinen Pflanzen inszeniert, die Preisschilder geschrieben und das ganze Standl mit Leben gefüllt.

Ich finde, solche Projekte sind wichtig. Sie bringen uns zurück zu den einfachen Dingen im Leben. Wir haben zusammen die kleinen Details des Standls gestaltet – die beiden schwarzen und weißen Untersetzer, die blaue Platte, und sogar die kleinen Töpfchen mit Blumen. Alles hat einen Platz gefunden und jedes Teil erzählt seine eigene Geschichte. Am Ende des Tages war das Standl nicht nur ein Spielzeug, sondern ein kleines Kunstwerk, das wir gemeinsam geschaffen haben.

Ein weiteres Beispiel aus meiner Kindheit: Wir haben damals oft im Wald gespielt. Wir haben „Hütten“ gebaut und so getan, als wären wir Entdecker. Es gab keine Anleitungen oder vorgefertigten Bausätze – nur wir und unsere Fantasie. Diese Erfahrungen haben uns Kreativität und Problemlösungsfähigkeiten beigebracht, die wir heute manchmal vermissen.

Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir den Kindern von heute zeigen, wie viel Spaß es machen kann, einfach nur zu spielen und zu basteln. Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Was habt ihr als Kinder gebaut oder gespielt? Ich würde gerne eure Geschichten hören.

Es war ein schöner Tag, und ich hoffe, dass meine Nichte diese Erinnerung genauso wertschätzt wie ich. Vielleicht wird sie eines Tages ihren eigenen Kindern von diesem Standl erzählen und sie dazu inspirieren, selbst kreativ zu sein.