Früher war Demolition Man für mich einfach ein verdammt unterhaltsamer Actionfilm. Was sonst soll der Film dann auch noch sein? Viel Geballer, coole Sprüche und Wesley Snipes in absoluter Höchstform. Heute aber (und nach 2-3 Rewatches, jetzt das erstmal Mal auch auf Englisch) sehe ich denselben Film mit ganz anderen Augen.
Denn zwischen den drei Muscheln, den Strafzetteln für Schimpfwörter und einer scheinbar perfekten Zukunft steckt eine erstaunlich kluge Idee. Lass es mich erkären, bevor du mich als verückt abstempelst. Der Film fragt nämlich nicht, wie die Zukunft aussieht. Er fragt vielmehr, was passiert, wenn wir jeden Konflikt aus unserem Leben entfernen wollen. Genau dieser Gedanke hat mich beim erneuten Ansehen nicht mehr losgelassen.
Auf jeden Fall beeindruckt mich, wie ernst Demolition Man seine eigene Welt nimmt. Niemand erklärt ständig den Witz oder macht ironische Kommentare. Dadurch wirken selbst die absurdesten Einfälle glaubwürdig. Nicht falsch verstehen, ich genieße die Action noch immer. Aber inzwischen beobachte ich fast lieber die Figuren als die Explosionen. Das hätte ich vor Jahren nie gedacht.
Ich glaube, genau darin liegt die versteckte Genialität dieses Films. Er unterhält, ohne seine Zuschauer für unmündig zu halten. Lasst mich beim nexten Mal, wenn ihr euch den Klassiker anschaut wissen, ob ihr das so ähnlich seht wie ich *g