Am Ende muss man aber so ehrlich sein, dass über die gesamten 40 Minuten gesehen die Gmundner verdient gewonnen haben. Nicht nur Spieler und Fans waren nach dem Spiel enttäuscht, auch Headcoach Korner beschrieb es sehr treffend: „Es gibt Spiele, bei denen sich jede Analyse erübrigt. Und dies war heute so ein Spiel. Zudem müssen wir auch noch um Conley bangen.“
Nüchtern betrachtet hat der WBC eines von zehn Playoff-Spielen verloren. Da gibt es sicher Schlimmeres. Noch bitterer als diese Niederlage wäre mit Sicherheit der drohende Ausfall von Jason „Con-Air“ Conley. Nach einem Laufduell blieb Conley mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden liegen. Nach einer ersten Betreuung durch Teamarzt Dr. Ronald Ecker wurde Conley mit Verdacht auf einen Achillessehnenriss ins Welser Krankenhaus gebracht. Nicht nur sportlich gesehen wäre ein Ausfall von Conley für den WBC sehr schmerzhaft. Auch für Conley persönlich wäre eine gröbere Verletzung sehr bedauerlich. Der sympathische US-Boy musste in seiner Karriere schon eine schwere Knieverletzung überstehen. Auf diesem Weg gehen die besten Genesungsünsche an Conley, hoffentlich bestätigt sich die Verletzung nicht so schlimm wie befürchtet.
Zum Spielverlauf:
WBC-Coach Korner startet mit Klette, Moore, Lamesic, Meacham und Conley in dieses Derby. Von Beginn weg ist klar, dass sich die beiden Mannschaften nicht schenken. Nach acht Minuten führt der WBC mit 13:10. Kurz darauf steht es 16:12, durch zwei Dreier holt sich Gmunden aber die Führung. Auf beiden Seiten ist man um Aggressivität bemüht, Steals und Turnovers sind die Folge. Beide Teams spielen hohes Tempo, doch darunter leidet zeitweise die Trefferquote.
Im zweiten Viertel ziehen die Gäste auf 20:30 davon. Nach 14 Minuten nimmt sich der WBC eine Auszeit. Coach Korner schickt wieder die Starting-Five aufs Spielfeld. Conley bekommt ein Foul nicht, im Gegenzug bekommt Gmunden für eine ähnliche Situation zwei Freiwürfe. Klette bekommt dann auch Freiwürfe, er stellt auf 22:32. Conley blockt einen Gmundner, Meacham trifft vom Dreier, es steht 27:36, in Halbzeit eins sind noch 3:40 Minuten zu spielen. Gmunden kann den Vorsprung wieder vergrößern, Moore stellt mit einem Dreipunktespiel auf 32:43. Mit 33:45 geht es schließlich in die Halbzeitpause.
Die Starting-Five des WBC beginnt auch die zweite Spielhälfte. Die ersten vier Punkte gehen an Gmunden. Der erste Welser Korb fällt dann durch Conley. Fiels sorgt mit zwei Freiwürfen für das 39:55. Meacham setzt sich in Szene, sein Jumpshot aus der Drehung landet im Korb. Nach einem Laufduell bleibt Conley verletzt liegen, gestützt von zwei Mitspielern muss er das Feld verlassen. Fields bringt den WBC mit einem Dunk auf 45:57 heran. Nach einem sehenswerten Dreier von Meacham steht es 48:61. Die offensiven Bemühungen des WBC bleiben oft unbelohnt. Mit der Schlusssirene sorgt Nelson für das 50:65 – dem WBC bleiben nur mehr zehn Minuten, um das Spiel noch zu drehen.
Das Spiel wird nun immer härter. Auch auf den Rängen wird es immer lauter. Die beiden Fanlager versuchen ihre Teams nach vorne zu treiben. Leider kann der WBC gute Wurfmöglichkeiten nicht verwerten. Sieben Minuten vor Spielende stellt Moore per Dreier auf 55:69. Drei Minuten später trifft Nelson, nach seinem Korb steht es 57:76. Leider muss man sich schön langsam mit einer Heimniederlage abfinden. Geschockt von der Verletzung von Conley kann der WBC nicht mehr zulegen. Am Ende heißt der Sieger Gmunden, die Welser müssen um Conley bangen. Leider kann man eine schwere Verletzung nicht ausschließen. Trotzdem muss der Blick nach vorne gerichtet werden. Die nächsten Spiele stehen an, die Meisterschaftsentscheidungen rücken immer näher. Auch das nächste Heimspiel des WBC wird ein echter Kracher, Tabellenführer Fürstenfeld kommt nach Wels.
Scorer des WBC:
Nelson und Meacham 11, Klette 10, Moore 9, Lamesic und Fields 7 und Conley 6 Punkte.