Und dies ist dem WBC auch gelungen. Vor allem unter dem Korb konnten die Gäste den Welsern nicht wirklich Parole bieten. Über ein Drittel der Welser Punkte gehen auf das Konto von Center Tilo Klette (32). Zudem sprechen auch seine 15 Rebounds eine deutliche Sprache. Von Beginn weg dominiert der Meister die Partie. Nur das letzte Viertel geht knapp an Wörthersee. In dieser Phase wechselt Headcoach Raoul Korner viel und gibt den jungen Spielern wichtige Einsatzminuten.
Die ersten sechs Punkte für Wels erzielt Center Klette. Nach gut fünf Minuten sorgt Meacham für das 8:4. Kurz vor Ende des ersten Viertels findet ein Dreier von Meacham sein Ziel, es steht 23:8. Mit 23:10 geht es schließlich in die erste Viertelpause.
Der Vorsprung des WBC wächst kontinuierlich an. Wieder ist es Meacham, der per Dreier scort und auf 34:14 stellt. Eine Minute vor der Halbzeitpause dürfen die Welser Fans den nächsten Dreier bejubeln, Fields stellt auf 47:24. Auch die Gäste aus Kärnten treffen nochmals in Hälfte eins, nach 20 Minuten steht es 47:26 für den Meister.
In der gleichen Tonart wie in der ersten Halbzeit findet das Match seine Fortsetzung. Nach knapp 22 Minuten erzielt Fields einen Korb jenseits der Drei-Meter-Linie. Nach vielen Zweipunkter versenkt nun auch Klette einen Dreier (61:32). Eine Minute später erzielt abermals Meacham drei Punkte. Nach Lay-up von Nelson geht es mit einem 30-Punkte-Vorsprung in das letzte Viertel (74:44).
Es sind noch knapp acht Minuten zu spielen, als Vieider einen Dreier erzielt, es steht 81:46. Soeben auf den Geschmack gekommen, legt Vieider nach und macht wieder drei Punkte. Nun kommen die Gäste etwas besser ins Spiel. Auf Seiten der Welser wird nun viel gewechselt.
Am Ende erreicht der WBC einen stets ungefährdeten Favoritensieg.
Fazit: Auch ohne Conley dominierte der WBC wie erhofft über die gesamte Spielzeit den Gegner. Conley wurde vorsichtshalber geschont, er hat gegen Kapfenberg einen Schlag aufs Knie bekommen. Aber wie gesagt, es handelte sich nur um eine Vorsichtsmaßnahme. Sehr erfreulich war in diesem Spiel, dass Klette seine guten Trainingsleistungen in das Spiel übertragen konnte. Mit 32 Punkten und 15 Rebounds war er wohl der Mann des Spiels. Man hat gesehen, wie wertvoll Klette für die Mannschaft ist, wenn er sein Potenzial abrufen kann.
Scorer auf Seiten der Welser:
Klette 32, Meacham 19, Nelson und Vieider je 10, Fields 8, Moore 7, Strait 6 und Csebits 2
WBC Coach Raoul Korner: „Im Grunde genommen ist das eingetreten, was ich mir erhofft habe. Nämlich das, dass wir trotz der Schonung von Conley nie Probleme hatten. So konnten wir über weite Strecken des Spiels den ein oder anderen Leistungsträger schonen und den jungen Spielern wichtige Einsatzminuten geben.“
Wörthersee-Coach Nenad Videka: „Wels hat eine viel stärkere Mannschaft als wir. Trotzdem haben wir einige unnötige Fehler gemacht. Aber mit der Leistung meiner jungen Spieler kann ich zufrieden sein.“
WBC Raiffeisen Wels : Wörthersee Piraten 94:67 (23:10, 24:16, 27:18, 20:23)